Das Posaunenmundstück

Die Modelleinteilung

Mundstück Posaune Modelleinteilung

Das Posaunenmundstück

Die Herstellung von Trompetenmundstücken durch Karl Breslmair sen. im Jahr 1968 ließen die Posaunisten der damaligen Zeit aufhorchen und sie ersuchten ihn, auch ihre Wünsche und Bedürfnisse in Bezug auf das Mundstück anzuhören. Professor Hans Pöttler wurde zu einem engen Freund von Karl Breslmair sen. und das Modell P1 ist nach wie vor an vorderster Stelle der beliebtesten Mundstücke zu finden. Die Deutsche Posaune wurde in den letzten 20 Jahren zunehmend durch Neuentwicklungen ersetzt und der Ruf nach geeigneten Mundstücke wurde laut. Unser japanische Partner Yamano-Music bestellte eines Tages Mundstücke, die dem Wiener Klangstil so dienlich sein sollten wie unsere Modelle für die Deutsche Posaune, jedoch in erster Linie die modernen Posaunen unterstützen sollten. Diese Modellreihe trägt den Buchstaben Y (Yamano) in der jeweiligen Modellbezeichnung und stellt den momentanen Höhepunkt unserer Entwicklung dar.

Die Modellbezeichnungen der Posaunenmundstücke ergab sich aus der Entwicklung heraus. Nahezu hinter jedem Modell stecken die Ideen und persönlichen Wünsche eines hervorragenden Musikers. Die meisten Anregungen zur Weiterentwicklung kamen von Professor Hans Pöttler, dem wir hierfür unseren besonderen Dank aussprechen möchten. Der Großteil der Modelle wurde von Karl Breslmair sen. entworfen. Diese wurden von Karl Breslmair neu vermessen, überarbeitet und sind von nun an mit einer überaus hohen Wiederholgenauigkeit reproduzierbar. Zu Dank verpflichtet sind wir auch Herrn Professor Dr. Peter Jakelj, dessen Anregungen in den Bassposaunen-Mundstücken ihren Niederschlag gefunden haben.

Posaunenmundstück im Querschnitt

Die Auswahl

Ein grober Anhalt für eine Auswahl ist die Einteilung der Becherweiten und deren Zuteilung zu Instrumentengattungen. Die Zielsetzung des Bläsers und dessen Anforderungen an ein Mundstück sollten der Entscheidung für ein Modell jedoch vorangestellt werden.

3-teiliges Modulsystem

Nicht jeder Musiker kann sich mit dem Modulsystem anfreunden oder findet es für notwendig, sein Mundstück variabel zu halten – obwohl die Vorteile in jedem Fall überwiegen. Aus diesem Grund fertigen wir Posaunenmundstücke auch in zweiteiliger Form, wobei Kessel und Stängel (Schaft) eine Einheit (Unterteil) bilden.

Der Rand

Unsere Ränder besitzen ein Normgewinde M30x1, diese sind für die Verwendung im 3-teiligen Modulsystem gedacht. Bei größeren Innenweiten und neuen Modellen (zB. Y-Serie) wird das Gewinde M30x0.75 zum Einsatz gebracht. Ränder für Bassposaunenmundstücke besitzen ein Gewinde M32x0.75.

Drei Randformen werden in verschiedenen Materialien angeboten, passend für den jeweiligen Becherdurchmesser:

  • Messing (versilbert oder vergoldet)
  • Kunststoff (Acrylglas)
  • Polymerholz (Patent)

Als Sonderwunsch können wir deinen individuellen Rand herstellen, nach deiner Beschreibung oder als Kopie eines bestehenden Randes.

  • Randform 1 Randform des Mundstücks Nr.1, davon wurden andere Ränder abgeleitet
  • Randform 2 Randform nach Josef Rohm, Posaunenlegende der 1970er Jahre
  • Randform A* flache Randform (zB. A50 für einen Kessel mit Endziffer 50) für ausdauerndes Spiel
  • Randform B* nach außen steiler abfallend (zB. B58 für einen Kessel mit Endziffer 58) für Flexibilität
  • Randform C* milde Innenkante, eher steil nach außen abfallend (zB. C45 für Kessel Nr.145) Allrounder
  • Randform DK* Rand Professor Dietmar Küblböck
  • Randform H markanter Innenradius, steil zum breiten Außendurchmesser abfallend
  • Randform J schmaler Rand für hohe Flexibilität und präzise Tonführung, gedacht für Bassposaune
  • Randform P Randform nach Professor Hans Pöttler

* Diese Ränder sind für alle Kesselweiten verfügbar und gehören zu unserem Standardsortiment. Andere Ränder in der Tabelle sind verfügbar und können als Sonderwunsch gegen Aufpreis gefertigt werden.

Der Kessel

Die erste Ziffer ist die Kesselnummer, die letzten beiden Ziffern geben den Kesseldurchmesser an (zB. Kessel 154 entspricht der Becherweite 25.4mm). Die Kessel/Stängelbohrung beträgt im Modulsystem einheitlich 6.0mm (größere Bohrung auf Wunsch), Modelle mit vorangestellten Buchstaben (Y, C, usw.) sind in der Tabelle angeführt und benötigen spezielle Schäfte.

Tiefe/Weite 40 45 50 52 54 55 56 58 60
tief 1 1 1 1 1 1 1 1 1
mittel 2 2 2 2 2 2 2 2 2
flach 3 3 3 3 3 3 3 3 3
Mundstück Posaune Kessel im Querschnitt

Kesselvergleich

Im nachfolgenden Querschnitt kannst du die unterschiedlichen Kessel der Y-Reihe miteinander vergleichen.

Der Stängel (Schaft)

Für jedes Instrument soll der richtige Stängel gewählt werden. Der Abstand zwischen Rand-Oberkante und Mundrohr soll mindestens 45mm und maximal 55mm betragen. In älteren Ausgaben dieser Broschüre wurden zwei Stängelbohrungen angeboten (A, eng, sowie B, weit). Stängelbohrung A konnte sich nicht durchsetzen und wurde aus dem Programm genommen. Die Vielfalt der Variationsmöglichkeiten lässt keine eindeutige Zuordnung zu einer Instrumentengattung zu. Jeder Bläser soll und kann nach seinen Bedürfnissen ein für ihn geeignetes Mundstück wählen. An einer Verbesserung und Weiterentwicklung wird ständig gearbeitet. Für Anregungen und positive Kritik sind wir jedem Musiker dankbar.

Größe 1: 12.0mm Altposaune, Bassflügelhorn
Größe 2: 12.3mm Tenorposaune, Tenorhorn, Lätzsch 2, (Standard klein)
Größe 3: 12.5mm Tenorhorn, Bariton
Größe 4: 13.0mm Bariton Lätzsch 3
Größe 5: 13.3mm Alt-Wiener Bariton, Yamaha Tenorhorn
Größe 6: 14.0mm Posaune mit weitem Schaft, (Standard groß)

2-teiliges Modulsystem

Die Spielweise und Spieltechnik der Posaune haben sich in den letzten fünfzig Jahren wesentlich geändert und der Mundstückbauer muss diesem Trend folgen wenn er diesen nicht sogar durch eine Erweiterung seiner Modellpalette selbst gesetzt hat. Die Basis unserer Posaunenmodelle bildete viele Jahre hindurch das Sortiment für die deutsche Posaune, an vorderster Stelle die Erzeugnisse der Firma Lätzsch in Bremen. Auf Anregung der Firma Yamano (Japan) entwickelten wir Mundstücke für die Posaune der 1990er Jahre und setzten damit neue Maßstäbe am Mundstücksektor. Neue Herstellungsverfahren setzten uns in die Lage mit höchster Präzision zu fertigen und rasch auf Wünsche und Anregungen zu reagieren. Das verwendete Gewinde ist ein Feingewinde M30x1, das auch für das 3-teilige Modulsystem verwendet wird. Sämtliche Ränder in den angegebenen weiten passen natürlich auf diese Unterteile.

Ein Posaunenmundstück sollte in der Dimension zwischen 22mm und 29mm gefertigt sein. Die Weitenbezeichnung in unserem System lässt die Zehnerstelle weg und gibt, ohne Komma, die Einerstelle mit der nachfolgenden Zehntelstelle an.

Zum Beispiel: Modell Y1-58
Mundstück aus der Y-Serie  |  Tiefe 1  |  Weite 58 entspricht dem Durchmesser 25,8mm an der Schnittstelle Rand/Kessel (Kesselweite)

Modell/Weite 45 50 52 54 56 58 60
Y25 + +
Y15 + + + + + + +
Y1 + + + + +
Y2 + + + + + +
Y3 + + + +
Y4 +
Y5 + +

Die Bassposaune

Mit zunehmendem Interesse an der Bassposaune wurden die in unserer Werkstatt vorhandenen Modelle überarbeitet und einzelne Modelle in Zusammenarbeit mit innovativen Bläsern neu definiert. Hervorheben möchte ich dabei den US-Amerikaner Dick Strobel, der eine historische Kruspe-Bassposaune restaurieren ließ und ein dazu passendes Mundstück in unserer Werkstätte in Auftrag gab.

Unterteile (Kessel und Stängel) für Bassposaune werden mit einem Gewinde M32x0.75 hergestellt. Durch den großen Unterschied zwischen sehr tiefem Kessel (Nummer 1) und vergleichsweise seichtem Kessel (Nummer 3) ergibt eine 3-Teilung in Rand/Kessel/Stängel keinen Sinn. Jedes Modell braucht eine optimierte Stängelbohrung, die nur in der technischen Einheit “Unterteil” realisiert werden kann.

Derzeit verfügbare Ränder für Bassposaune

Weite 70 73 75 80 83 85 88
Modell
1 + +
2 + + +
3 + +
3J +
31J +
4 + + +
N +
9 + + +
J + +
DS + + +
5 +

Derzeit verfügbare Unterteile für Bassposaune

Weite 70 73 75 80 83 85 88
Modell
1 1-75 1-80 1-83 1-85 1-88
1A 1a-80
2 2-75 212-80 2-83 2-85 2-88
3 3-75 3-80 3-83 3-85
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